Camping im Bärenland

Wie schon erwähnt, haben wir unseren ersten Bären in Anchorage gesehen. Den zweiten haben wir dann beim Zmorge auf einem Campingplatz gesehen. Es war ein Schwarzbär. Wegen den Bären muss man zum Zeltlen einige Dinge beachten.
Man muss darauf achten, dass man das Essen nicht am gleichen Ort lagert, wo man schläft oder kocht. Kochen darf man auch nicht dort wo man schläft.
Am besten hängt man das Essen an einen Ast. Hoch genug, dass die Bären nicht dazu kommen. Und soweit seitlich am Ast, dass sie auch nicht den Stamm hochklettern können. Das ist mit den Fichten, Weiden, Birken und Schwarzpappeln hier natürlich etwas schwierig. In der Tundra sowieso… In Denali haben wir deshalb ein Bärenfass gekauft. Darin können wir das Essen (Reis, Linsen, Kaffee, Brot, Erdnussbutter und Beereni für Christina) für ungefähr vier Tage verstauen. Das Fass ist so konstruiert, dass es nur mit einem Trick geöffnet werden kann und theoretisch geruchsfrei ist. Man kann das Fass dann einfach etwas weg vom Zelt in den Büschen deponieren.
Das Kochgeschirr wäscht man am besten an einem Fluss. Oder man läuft einfach etwas weg vom Zelt.
Neben dem Essen sind Bären auch neugierig auf alles, was spannend riecht: Zahnpasta, Sonnencreme, Antibrumm,… Deshalb dürfen diese Dinge auch nicht im Zelt gelassen werden. Man muss also alle diese Dinge irgendwo in der Umgebung lagern. Auf den Campingplätzen gibt es dafür oft Schränke, die man brauchen kann.
Wenn man dann endlich nach einem anstrengenden Tag das Zelt aufgeschlagen hat, ist es schon jeweils etwas mühsam, all diese Punkte zu befolgen. Sehr angenehm ist, wenn man das Material bei jemandem im Auto lagern kann.
Zur Sicherheit haben wir dann immer noch unsere Pfeffersprays. Die sollte man immer bei sich tragen und auch nachts im Zelt griffbereit haben.
Auf einem Campingplatz wurde einmal gewarnt, dass ein Bär gesichtet wurde. Der kam dann auch prompt am Morgen vorbei und ist um die Wohnmobile gezogen. Nach einigen Minuten war er aber schon wieder weg. Etwas später kam dann der Campingplatzchef und dem habe ich freudig erzählt, dass der Bär da war. Er wollte genau wissen wann und wo und sagte dann „so we have to get rid of him“. Das war in Alaska, da wird leider nicht gezögert, wie sie mit diesen Bären umgehen.

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