Angekommen

Wir sind angekommen!

Unser Flug
Am Morgen früh sind wir in Seftigen gestartet. Zum Glück haben uns Christians Eltern geholfen, das Gepäck zu schleppen, zwei grosse Fahrradkisten, zwei grosse Packtaschen (Türggetäsche) und das Handgepäck mussten an den Flughafen Zürich gebracht werden.

Zu den Packtaschen: wir fahren ja mit unseren Ortlieb Velotaschen – das macht pro Velo sechs einzelne Taschen (zwei vorne, zwei hinten, Lenkertasche, grosser Sack auf dem Gepäckträger). Für den Flug müssen diese Taschen in eine grosse Tasche verpackt werden, welche für die weitere Reise aber nicht mehr benötigt wird. Dazu gibt es eigentlich spezielle Packtaschen oder Seesäcke, die sind dann allerdings zu schade, um am Flughafen weggeworfen zu werden.
An einem der letzten Tage war ich in Thun unterwegs, weil ich noch Koriander brauchte für meine Frijoles, den fand ich dann in einem orientalischen Gemüseladen. Dort kam mir auch in den Sinn dass man doch am Flughafen oft Leute sieht, die richtig grosse Taschen haben, welche qualitativ eher nicht mit unseren Mammut Rucksäcken zu vergleichen sind. Im Laden fragt ich den Verkäufer, ob sie auch grosse Gepäcktaschen haben. Natürlich hatten sie die – eine Tasche kostet acht Franken – das bringt man dann schon übers Herz, die am Flughafen wegzuwerfen. Die Türggentaschen haben wir in Zürich noch in Folie eingepackt – es ist fraglich ob das nötig war.

Zurück am Flughafen mussten wir von Schalter zu Schalter bis wir endlich alles Gepäck eingecheckt hatten. Die Kisten haben sie tatsächlich gemessen, denn die dürfen nicht mehr als ein Meter hoch sein. Zum Glück hat Christian die auf die genaue Grösse zugeschnitten.
Via Frankfurt sind wir also nach Anchorage geflogen. Alles hat problemlos funktioniert, mein Handgepäck hat sogar den Sprengstofftest bestanden. Auch die Einreise in die USA hat einwandfrei geklappt – wir haben das VISA für ein halbes Jahr gekriegt. Somit müssen wir Mitte Dezember nach Mexiko ausreisen.
Unser Gepäck hat die Reise gut überstanden.

In Anchorage wurden wir von unseren warmshower Gastgebern – Bernice – abgeholt. Bei ihnen haben wir nun fünf Tage verbracht. Sie haben uns angeboten, am Mittwoch mit ihnen nach Homer zu fahren. Da wir dort ohnehin hin wollten, sind wir so lange geblieben. Heute Donnerstag besuchen wir noch einen Kurs zum Thema „Leben mit Elchen und Bären“, danach sind wir dann definitiv bereit zum Starten.

12. Juni
Am Montag haben wir mit Naomi, der Tochter des Hauses, einen Ausflug nach Downtown Anchorage gemacht. Auf dem Veloweg haben wir auch den ersten Elch gesehen. Naomi hat uns erklärt, dass es noch ein kleiner Elch sei, aber dass wir trotzdem vorsichtig sein müssen und darum so schnell wie möglich vorbei fahren müssen. Hier haben sie gut ausgebaute Velowege wo tatsächlich viel befahren sind. Die Leute hier oben sind wahrscheinlich eher sportlicher als wir erwartet haben. Zum Zmittag gab es den ersten Burger, es war Christians Geburtstag.

13. Juni
Wir haben unsere Route geplant: Wir fahren nun Richtung Denali und dann über den Denali Highway gegen Westen.

Um unsere Vorräte aufzufüllen haben uns unsere Gastgeber in den Costco mitgenommen. Das ist ein Geschäft, wo alles in Grossmengen verkauft wird. Dort waren wir natürlich erstmals überwältigt von den Massen. Wir haben nur etwa 1 Kilo Riegel gekauft und eine Schachtel mit circa 40 Fertigmahlzeiten. Sonst waren uns die Grössen dann doch zu gross.

 

 

14. Juni
Die Familie brauchte neue Hühner! Die wurden in Homer abgeholt, das ist 200 Meilen entfernt.
Wir sind um vier Uhr aufgestanden, die Abreise war um fünf Uhr geplant. Bis dann aber Naomi und alle Hunde gefrühstückt hatten und alles eingeladen war, sind wir um acht Uhr losgefahren.
Die Landschaft während der Fahrt war gewaltig, zuerst sind wir der Küste gefolgt, dort haben wir die ersten Berggeissen gesehen. Es hat sich bereits gelohnt, den Feldstecher mitzunehmen. Dann folgte eine lange Strecke durch den Wald und dann wieder Küste.
Bis wir in Homer waren, gab es diverse Stopps für die Hunde und die Menschen. Die Hunde sind nicht einfach im Kofferraum mitgefahren, denn der war für die Hühner reserviert. Nein sie durften sitzen, wo sie wollten. Somit habe ich mir die Rückbank also zeitweise mit drei Hunden geteilt. Zum Glück war ich auf der Rückfahrt vorne, als einer der Hunde auch noch gekotzt hat.
In Homer angekommen durften die Hunde am Strand spielen und wir sind herum spaziert. Wir haben das Sealife Center besucht und dann schon die Hühner (vier Minibibis) abgeholt und sind auch schon wieder zurück gefahren.

 

15. Juni
Heute waschen wir das erste Mal unsere Kleider und danach gehen wir noch in den Elchkurs. Somit wären wir dann morgen bereit und können die ersten Velokilometer machen 🙂

Wildlife:
4 Elche mit insgesamt 4 Kälbern
3 Kraniche – sand hill cranes
5 mountain goats
ca. 20 Adler – bald eagle
diverse Enten und sonstige Vögel

1 thought on “Angekommen”

  1. wir sind ja schon sehr beeindruckt von deiner abschussliste aber nichts desto trotz sind wir ein bitzeli schockiert dass du gleich 4 kälber mitgeschossen hast. Bei DER menge geschossener adler können wir gut verstehen dass du mit zählen nicht mehr ganz mitgekommen bist. wer sind wir?

    haben die bibilenis die reise gut überstanden? und christian mit dem kotzhund auf der rückbank??? kein wunder musstet ihr schon zum ersten mal kleider waschen…!!

    zum elcheselbärenkurs müssen wir natürlich auch noch ein bisschen mAYO dazugeben:
    der trick mit dem schnell davon velöle scheint uns auf jeden fall sehr einfallsreich zu sein. ich hoffe für bärenattacken seit ihr nun ähnlich gut ausgebildet!!

    wir haben jetzt auch grad drei hüntschelis bekommen, lieferung frei haus vom nachbuur.

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